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Hast Du schon den Herbstblues? Hier kommen 11 Tipps, die Dich glücklich durch die dunkle Jahreszeit bringen

20221410 Sonnenuntergang auf Romo

Hattest Du als Kind Mathe-Nachhilfe? Oder hat einmal einer der Mathe-Cracks in der Schule versucht, Dir eine Aufgabe zu erklären?

Das hat wahrscheinlich nicht funktioniert, oder? Es sei denn, Deine Nachhilfe war nicht nur gut in Mathe, sondern auch eine begnadete Pädagogin oder sehr empathisch.

Denn wenn uns eine Sache leicht fällt, können wir uns manchmal nur schwer in eine Person hineinversetzen, die damit Probleme hat.

Aber bevor Du jetzt verzagt wegklickst: Es ist trotzdem möglich.

Auch ein Tipp gegen Herbstblues: Nach oben schauen. Hier sind Baumkronen mit teilweise schon gefärbten Blättern vor einem blauen Himmel mit einigen Wolken zu sehen.

Was hat Mathe-Nachhilfe mit einem Rezept gegen den Herbstblues zu tun?

Nun, ich liebe den Herbst und den Winter. Ich mag es, wenn die Tage kürzer werden, der eine oder andere Sturm ums Haus tost und Regen auf die Dachfenster prasselt. Ich genieße es, bei Kerzenschein und einer Tasse Tee ein Buch zu lesen oder gleich mehrere Folgen meiner Lieblingsserie am Stück anzusehen. Auch die Morgenseiten schreiben sich im Kerzenlicht gleich viel besser.

Wenn bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt manche Menschen ihre Steppmäntel herausholen und dicke Mützen aufsetzen, frage ich mich, was sie anziehen wollen, wenn es wirklich kalt ist. 😉 Und wenn mir jemand von ihrem Herbstblues erzählt, nicke ich zwar verständnisvoll, denke aber manchmal insgeheim: „Geh raus und beweg dich – dann bekommst du auch keinen Blues!“ Nein, das ist nicht nett. Aber das denkt es nun einmal gelegentlich in mir.

Trotz dieser kleinen „Gedankenausreisser“ kann ich mich gut in einen Menschen hineinfühlen, der die dunkle Jahreszeit nicht mag. Denn mein Liebster war auch so jemand: Sobald er sich gezwungen fühlte, trotz schlechten Wetters nach draußen zu gehen, bekam er richtig schlechte Laune. Also habe ich ihn Feuer machen lassen und ihm zusammen mit der Versicherung, dass er bis zum Sommer vom Hundelüften befreit sei, eine warme Decke gebracht. Danach bin meistens spazieren gegangen, um mich von der Hitze drinnen abzukühlen. 😳

Früher hasste ich Herbst und Winter!

Sabine Scholze hat den Herbstblues: Ein schwarzweißes Foto, auf dem sie vor dem Hintergrund kahler Bäume das Gesicht verzieht.
Und sah dabei auch genau so aus… 😉

Falls Du Dich jetzt fragst, wie jemand von der Winterhasserin zur Entzünderin des #Herbstleuchtfeuers werden konnte… Hast Du einen Moment? Denn muss ich ein wenig ausholen:

Früher, als ich noch jung war ;-), empfand ich den Sommer als die schönste Jahreszeit. Es war lange hell, wunderbar warm, wir konnten tagsüber an den Baggersee und haben am Wochenende die Nacht zum Tag gemacht. Was nicht schwer war; Sommernächte sind erfahrungsgemäß sehr kurz.

An einem Tag Mitte Juli sah ich die ersten abgeernteten Felder. Und brach in Tränen aus. Denn irgendwie hatte ich das Gefühl, der Sommer – und damit mein schönes, freies Leben – wäre schon fast vorbei. Deshalb zählte ich ab dem Tag der Zeitumstellung die Monate bis zur nächsten Sommerzeit.

Heute ist das anders. Allerdings ist diese Wandlung von mir unbemerkt vonstatten gegangen. Ich könnte Dir nicht sagen, seit wann genau ich alle Jahreszeiten mag. Das Frollein Frieda, meine treue Begleiterin, hat sicher einen großen Anteil daran. Denn wenn Du einen Hund hast, sollte Dir das Wetter möglichst egal sein. Sonst hast Du bei Regen, Sturm und Wind keinen Spaß.

„Damals“ jedoch hättest Du mich mit einem Lobgesang auf die dunkle Jahreszeit nicht erreicht. Wer den Herbstblues hat, will ihn auch behalten. 😉

Frieda und ich
Das Frollein Frieda und ich im Herbst 2021 beim Fotoshooting mit Sabine Prilop – der Frau, die nicht nur im Herbst wunderschöne Bilder macht.

Aber es ist nicht nur Frieda. Meine Haltung zum Leben und dem ganzen Rest hat sich geändert. Seit ich weiß, wie schnell sich Dinge ändern können, wie plötzlich auch ein Leben zu Ende sein kann, bin ich dankbar für alle Geschenke, die mein Leben für mich bereit hält. Und das fängt damit an, dass ich morgens aufwachen und einen neuen Tag gestalten darf. Das ist nicht selbstverständlich. Nicht (mehr) für mich.

Vor diesem Hintergrund einen Herbstblues zu pflegen würde sich für mich sehr undankbar anfühlen.

Was sind meine Tipps gegen den Herbstblues?

Nun, eigentlich sind das keine Tipps, sondern Gedanken. Tipps gibt es genug. Aber die helfen meiner Meinung nach nicht gegen den Herbstblues. Denn eine glückliche und zufriedene dunkle Jahreszeit beginnt bei meiner Haltung.

Ein wahres Herbstleuchtfeuer: Der Sonnenuntergang auf Rømø am 13. Oktober.

… und deshalb entzünde ich jetzt ein Herbstleuchtfeuer gegen den Blues!

Allerdings ist das #herbstleuchtfeier nicht meine Erfindung, sondern die von Susanne Heinen aus meiner Bloggerinnen-Gäng. Sie hat zu einer Blogparade unter diesem Hashtag aufgerufen. Für eine Farbenzaubererin wie Susanne ist das ein wundervolles Thema. Denn sie stiftet in ihren Posts immer wieder dazu an, die Farben des Lebens zu genießen – und sogar mit ihnen zu malen.

11 Gründe, warum ich den Herbst liebe

  1. Der Herbst ist oft noch sonnig und warm, andererseits wabern morgens bereits die Nebel und auf den Dächern glitzert der erste Rauhreif.
Blick über ein Maisfeld auf Bäume im Nebel.
Nebel über den Feldern um DANKElshausen
  1. Herbst bedeutet Blätterknistern beim Spaziergang, klares, goldenes Oktoberlicht, frühe Dämmerung, Kühle am Abend.
  2. Herbst wirft Kastanien, Eicheln und Bucheckern von den Bäumen, färbt die Blätter und versetzt alle, die ihre Augen und Herzen dafür öffnen, in einen Farbenrausch.
  3. Herbst riecht nach Pilzen, Blättern und feuchter Erde, läßt die Fliegenpilze leuchten, gibt sich mystisch.
Herbstleuchtfeuer2
  1. Herbst ist Farbenexstase in leuchtendrot, golden, hellbraun, tiefgrün.
  2. Herbst ist die Zeit für gute Filme und Bücher.
  3. Herbst lässt die Hitze des Sommers verschwinden und bereitet uns auf die Magie der Rauhnächte vor.
  4. Herbst ist kuschelig. Auf einmal weiß ich Bett, Couch und Decke noch viel mehr zu schätzen.
  5. Herbst macht Lust auf Aufräumen, Blumenzwiebeln für den Frühling pflanzen, Fensterputzen und Kerzen anzünden.
  6. Herbst schenkt den Tieren ein weiches, dickes Winterfell. Das sich ganz wunderbar streicheln lässt.
  7. Herbst lässt mich nach der Betriebsamkeit des Sommers zur Ruhe kommen.

Vielleicht liegt das daran, dass ich inzwischen gut in meinem Herbst angekommen bin?

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4 Gedanken zu „Hast Du schon den Herbstblues? Hier kommen 11 Tipps, die Dich glücklich durch die dunkle Jahreszeit bringen“

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