7 Verhaltensweisen, mit denen Du nicht nur als HSP Empathie zeigen kannst

Hältst Du Empathie für wichtiger als (vermeintliche) Hochsensibilität? Welche Verhaltensweisen kennzeichnen für Dich höfliche und freundliche Umgangsformen?

Komm doch einmal (gedanklich) mit in die folgende Situation:

Du brennst für ein Thema. Es ist ein wichtiger Teil Deines Lebens, Deine Augen fangen an zu leuchten, wenn Du nur daran denkst, und Du sprichst häufig und begeistert darüber.

Willst Du Empathie oder Desinteresse?

Wünschst Du Dir, dass Dein Gegenüber, wenn schon nicht ebenso brennend an diesem Thema interessiert wie Du, zumindest versucht, Deine Leidenschaft nachzuvollziehen? Dass er oder sie sagt: „Wie schön, dass dir diese Sache so viel Spaß macht! Ich kann deine Begeisterung mitfühlen! Erzähl doch weiter!“

Wie würde es Dir gehen, wenn der Mensch Dich stattdessen mit: „Das interessiert mich überhaupt nicht, sorry!“ stehen ließe? Oder Dir ausgiebig erläutern würde, warum er das, was Du so sehr liebst, für Zeitverschwendung, umweltschädlich, überteuert, kindisch, albern… hält?

Hättest Du das Gefühl, dass Sie geschätzt und gewürdigt werden?

Brauchen wir hippe Persönlichkeitsschubladen?

Hochsensibilität ist seit geraumer Weile „in“. Und viele, die sich von einem kratzenden Wollpullover beeinträchtigt fühlen, kein Blut im Film sehen können oder bei einer Siegerehrung weinen müssen, halten sich für hochsensibel. Aber das reicht nicht!

Darum werde ich immer mehr zu einem Empathie-Fan.

Denn wenn die Aussage „Ich bin hochsensibel.“ zu Abgrenzung, Überlegenheitsgefühlen und Selbsterhöhung führt, ist da meiner Ansicht nach etwas gründlich falsch gelaufen. Möglicherweise hat sich da ein Narzisst hinter hochsensibler Fassade versteckt?

Die Abgrenzung all dieser Begriffe ist schwierig. Außerdem führen derartige „Diagnosen“ gern einmal dazu, dass wir uns Symptome aneignen oder zusprechen, um eine Erklärung für nicht dem Durchschnitt entsprechende Wahrnehmungen zu finden.

Deshalb habe ich mich entschieden, aus meiner selbst gewählten Schublade zu steigen und mich ganz altmodischen Tugenden zuzuwenden:

Höflichkeit, Freundlichkeit, Mitgefühl

Wenn ich dann noch versuche, meine Mitmenschen einfach da zu lassen, wo sie gerade sind, habe ich eine herausfordernde (Lebens-) Aufgabe und vergesse darüber vielleicht das Selbstbeweihräuchern. 😉

Letztlich muss ich mich einfach nur fragen, was ich mir wünsche.

Empathie - bildlich ausgedrückt.
Dieses aussagekräftige Bild stammt von John Hain auf Pixabay Vielen Dank dafür!

7 Verhaltensweisen für mehr Empathie

  1. Ich will andere Menschen so, wie sie sind, akzeptieren. Wenn ich das nicht kann, will ich ihnen gegenüber zumindest höflich sein.

Ich wünsche mir, dass ich die Gefühle meines Gegenübers zweitens wahr- und drittens darauf Rücksicht nehmen kann.

  1. Meine Bedürfnisse sind wichtig. Trotzdem hoffe ich, dass es mir gelingt, ihnen „sozialkompatibel“ nachzugehen.
  2. Wenn ein Mensch mir gegenüber unfreundlich ist, muss ich nicht sofort zurückblaffen. Ich kann tief einatmen und mich fragen, mit welcher Haltung ich genau diese Person in mein Leben gerufen habe.
  3. Außerdem: Ich weiß nicht, welche Beweggründe Menschen zu ihrem Handeln führen. Wer weiß, was mein Gegenüber heute schon erlebt hat?
  4. Im Idealfall gelingt es mir, „gewaltfrei“ zu kommunizieren. (Und jede, die mich und meine häufigen Schimpftiraden kennt, darf jetzt brüllend vor Lachen zusammenbrechen. Trotzdem: Vornehmen kann ich es mir doch, oder?)

Was mache ich, wenn mein Gegenüber diese 7 Punkte nicht kennt?

Das entscheidest Du! Ganz alleine! 😉

In meiner Welt gibt es Verhaltensweisen, die für mich nicht akzeptabel sind; auch dann nicht, wenn eine vermeintlich hochsensible Persönlichkeit sie zeigt.

Von solchen Menschen versuche ich mich fernzuhalten. Es geht mir einfach besser ohne sie. Denn wenn ich versuchen würde, sie zu „bekehren“, würde ich ja gegen meinen wichtigsten Punkt, nämlich die Akzeptanz von anderen, verstoßen.

Die Frage ist, ob diese Menschen eine Botschaft für mich haben. Vielleicht bin ich ja selbst gerade „arschig“ und unempathisch?

Aber bevor wir uns darauf konzentrieren, was wir nicht haben wollen:

Bist Du beim Unternehmen „altmodische Tugenden“ dabei?

Welches Verhalten ist für Dich verbesserungsfähig? Was versuchst Du, im Umgang mit Deinen Mitmenschen anders/besser zu machen?

Schreib mir und allen Mitleserinnen einen Kommentar! Ich bin sehr gespannt und freue mich auf Deine Anregungen!

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