Ein kurzer Rückblick auf das Jahr 2021

Ein Foto von Sabine Scholze und ihrem Herdenschutzhundmix Frollein Frieda. Sie war auch im Jahr 2021 eine wichtige Begleiterin.

Die Überschrift zu meinem ersten Entwurf lautete: „Jahresrückblick 2021? Am Arsch!“ (Schuldigung…) Eigentlich wollte ich nämlich gar keinen schreiben.

Denn Rückblicke auf das Jahr 2021 gibt es wie Sand am Meer: Im TV, in Zeitungen, Zeitschriften und natürlich bei Social Media. Doch statt mich dem Blick zurück zu verweigern, habe ich mich der zweiten Hälfte des Jahres 2021 gestellt. Ganz leicht war das nicht…

Im Juni 2021 hatte ich schon einen sehr euphorischen Halbjahresrückblick geschrieben. Wenn ich diesen einfach nur hätte fortsetzen dürfen, wäre mein Blick wohl begeistert geblieben.

Und hätte man mir am 1. Juli die Frage gestellt, wo ich mich Ende des Jahres 2021 sehe, wäre meine Antwort eine ganz andere gewesen als ich sie jetzt gebe.

Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähle ihm von deinen Plänen!

Blaise Pascal (1623-1662)

Das ist eine alte Erkenntnis und natürlich ist es trotzdem sinnvoll zu planen. Aber es ist auch gut, sich dem Fluss des Lebens zu überlassen, wenn er nicht in die gewünschte oder geplante Richtung führt.

Dies waren meine Gedanken, als ich die zweite Hälfte des Jahres 2021 Revue passieren ließ:

Mein Rückblick auf das Jahr 2021

Eine Collage von Sabine Scholze mit verschiedenen Fotos aus dem Jahr 2021.
Diese Collage stammt von meinem letzten Fotoshooting mit Sabine Prilop und ist ein Weihnachtsgeschenk von ihr an mich gewesen. Unser erstes gemeinsames Shooting am 12. Juni 2021 fand unter ganz anderen Voraussetzungen statt…

Darauf hatte ich mich am meisten gefreut

  1. Einen weiteren Urlaub in Dänemark mit meinem Liebsten. Gebucht hatten wir schon; am 4. September sollte es losgehen.
  2. Je einen Marathon im Oktober und einen Ende November. Der erste fand unter Auflagen statt, die ich nicht erfüllen konnte. Der zweite wurde abgesagt.
  3. Für meinen traditionellen Weihnachtsurlaub mit Frollein Frieda hatte ich bereits ein Domizil im Sauerland gefunden.

Dies waren meine emotionalsten Momente des Jahres 2021

  1. Die Erkenntnis am Morgen des 25. Juli, dass ich mein restliches Leben ohne den Liebsten würde verbringen müssen.
  2. Der Abschied von unserer gemeinsamen Zukunft. Dieser Moment dauert noch an.
Der Witzenhäuser Friedhof im Sonnenlicht, hohe Bäume, im Vordergrund eine Rasenfläche, dahinter die Umrisse einer Kapelle.
Der Witzenhäuser Friedhof. Hierhin könnte ich gehen, wenn ich glaubte, dass ich meinen Mann dort finden würde.
  1. Mein letzter Lauf für den virtuellen Südniedersachsencup, den ich meinem Liebsten gewidmet habe. Das war ein langer, sehr schöner und zutiefst verbundener Moment.
Eine Collage aus Fotos von Sabine Scholze, ihrem im Juli 2021 verstorbenen Mann, dem Hund Frollein Frieda und einem Screenshot des Laufes.
Mit diesem Lauf habe ich mich nicht nur mit meinem Liebsten verbunden, sondern auch den ersten Platz in meiner Altersklasse geholt. Er hat mich beflügelt – auch jetzt noch. ❤️

Meine 13 Wünsche für das Jahr 2021

An die ersten zwölf kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich habe in jeder Rauhnacht einen Zettel mit einem Wunsch darauf verbrannt und an das Universum übergeben.

Der 13. Wunsch hat mich als Aufgabe durch das Jahr begleitet und lautete: „Ich möchte über meine Mitmenschen entweder Gutes sagen oder still sein.“ Da muss ich wohl noch einmal ran… 😉

Die drei Dinge, für die ich am dankbarsten bin

  1. Ich bin dankbar für fast neun Jahre, die ich mit meinem Liebsten zusammen verbringen durfte.
  2. Ich bin dankbar für alles, was ich im Jahr 2021 gelernt habe.
  3. Ich bin dankbar für die Menschen, die an meiner Seite waren (und dort geblieben sind) und für viele wundervolle Frauen vor allem in meiner Bloggerinnen-Gäng. Sie alle haben mir durch viele schwierige Momente hindurch geholfen. Einige von ihnen durfte ich zum Thema „Abschied und Tod“ interviewen. Auch diese Gespräche haben mir sehr gut getan.

Meine drei Wünsche für 2022

Die Inschrift auf dem Grab von Nikos Kazantzakis lautet: "Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei."

„Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.“ So lautet die Inschrift auf dem Grab von Nikos Kazantzakis. Dieser Wunsch ist so groß, dass ich keine weiteren brauche.

Mein Jahresmotto für 2022

Jahresmotto 2022

Mein erster Impuls war es, den Titel meiner Website „… und trotzdem leben!“ , der von der wunderbaren, herzenswarmen und weisen Meera Drude stammt, auch zu meinem Jahresmotto zu machen. Aber irgendwie hat sich das noch nicht richtig angefühlt.

Dann, bei einer meiner täglichen Runden mit Frollein Frieda schoss es mir auf einmal in den Kopf: „Die Trauer willkommen heißen“. Ja, genau das werde ich zu meinem Motto und meiner Mission für das Jahr 2022 machen! Wenn Du wissen möchtest, was dieses Motto für mich bedeutet, kannst Du es im Blog nachlesen.


… und trotzdem leben!

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Auch wenn Du es Dir im Moment noch nicht vorstellen kannst – es wird gute Zeiten geben.

Bis dahin bin ich gern an Deiner Seite.

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Ein herzliches Dankeschön

Den Mut, meinem Groll, meiner Traurigkeit, eben allen in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 aufgetauchten Gefühlen auch hier und in meinem Dezember-Rückblick ihren Raum zu geben, habe ich mir bei meiner Mit-Bloggerin und geistigen Zwillingsschwester Hilkea Knies geholt. Die hat im August einen wunderschönen, berührenden und Mut machenden Artikel über das Aufgeben und die Traurigkeit geschrieben. Danke, liebe Hilkea!

Die wunderbare Veronika Magica Stix hat mir im September einen Schutzzauber gezeigt und mir damit die Möglichkeit gegeben, fremden und unerwünschten Energien den Zutritt zu meinem inneren Selbst zu verwehren.

Mit Umani Wendler habe ich ein schönes, verbindendes und freundschaftliches Telefonat geführt und bin seitdem großer Fan nicht nur ihrer „freien Wortwahl“.

Nicole Borho alias Karo Dachs hat mir ein wunderschönes Erinnerungskissen genäht, das seinen Platz direkt neben dem Tröstekissen gefunden hat. Im Kissen befindet sich jetzt das T-Shirt, das mein Liebster in seiner letzten Nacht getragen hat. Auch der Weg zum Kissen – mehrere Zoom-Meetings, während derer ich viel von ihm erzählen durfte – hat mir sehr gut getan.

Dezember 2021 Kissen

Barbara-Mira Jakob ist mir mit ihrem Blog eine wertvolle Ratgeberin, wenn es darum geht, meine innere Königin zum Leben zu erwecken. Ihre Worte, die sie zu Abschied und Tod gefunden hat, trösten mich bei jedem Lesen.

Auch Gisela Jung berührt mich immer wieder mit ihren wunderschönen Gedichten und Fotos. Mehr als einmal habe ich gleichzeitig lächelnd und mit Tränen in den Augen vor meinem Bildschirm gesessen.

Evelyn Steindor-Schmidt ist der Beweis dafür, dass Social Media sehr viel mit Herz, Herzlichkeit und Wärme zu tun haben können. Sehr gern folge ich ihr auf ihren Hundespaziergängen und schaue mir ihre Videos an.

Silke Geissen ist eine weitere „Zwillingsschwester im Geiste“. Mit ihren wunderschönen, Mut machenden und berührenden Artikeln beschenkt sie mich und mein Gemüt in sehr schöner Regelmäßigkeit.

Bei Iris Wangermann durfte ich an einem Herbst-Winter-Retreat für die Enkelinnen-Generation teilnehmen. Vielen Dank, liebe Iris, für diese schönen und erhellenden Stunden – und für das Vertrauen und die Verbindung, die Du zwischen uns Teilnehmerinnen geschaffen hast.

Und hier ist noch eine Zwillingsschwester, diesmal in bezug auf schwarzen Humor und Mordlust: Uli Pauer. Ohne sie und ihre Aufräumchallenge im September 2021 hätte ich wahrscheinlich sehr viel mehr Gepäck mit in mein neues Zuhause genommen. Und sie hat mich mit ihren wunderbar ironischen Artikeln und Social-Media-Posts nicht nur einmal zum Lachen gebracht.

Ohne diese Frau hätte ich all die anderen überhaupt nicht kennengelernt – und wahrscheinlich auch nicht in so kurzer Zeit den Weg durch den Blog-Dschungel gefunden, den ich jetzt gehe. Ein herzliches Dankeschön an Judith Sympatexterin Peters, die Königin des dynamischen Bloggens.

Nicht zur Bloggerinnen-Gäng gehört Alexa Szeli. Sie begleitet mich jetzt schon länger als ein Jahr durch Mond- und Rauhnächte, verschenkt mit großem Herzen wunderschöne Rituale und hat genau eine Stimme, die mich aus all ihren Meditationen zutiefst beglückt zurückkehren lässt.

Ebenfalls kein Mitglied meiner Bloggerinnen-Gäng ist Anne Häusler. Sie ist die Social-Media-Expertin meines Vertrauens, hat mit ihrem großartigen Podcast viel Stausteherei in sinnvoll verbrachte Zeit verwandelt und ist die Initiatorin von #meettheblogger auf Instagram. Wenn Du also bei Deinen Aktivitäten Unterstützung brauchst, ist sie garantiert eine gute Wahl.

Und jetzt hoffe ich, dass mich keine meiner Kolleginnen verklagt, weil ich einfach ihre Bilder veröffentlicht habe… Eine Anwältin gibt es nämlich noch nicht in meinem Social-Media-Umfeld… 🙈

Was gibt es sonst noch zu schreiben?

So ende ich immer meine Wochenkonferenz, die ich entweder am Sonntagabend oder am Montagmorgen mit mir selbst abhalte. Tja… Was gibt es sonst noch zu schreiben?

Es gab mehr in diesem Jahr 2021, als ich hier aufgezählt habe. So bin ich kurz vor Weihnachten bei meinem letzten Lauf für die Virtuelle Ultra Challenge 2021 umgeknickt und habe mir das Außenband am Sprunggelenk gerissen. Meine erste Reaktion: Wut. Dann noch mehr Traurigkeit, zu der sich später etwas Verbitterung, eine zumindest für den Moment tiefe Hoffnungslosigkeit und ein sehr lautes inneres „NEIN!!!“ gesellten. Doch angesichts der Wucht mancher Erlebnisse scheinen andere nicht mehr wichtig. Und ich hatte glücklicherweise noch genügend Naschkram im Haus…

Falls Dir jetzt der Gedanke kommt, dass ich hier doch heimlich einen etwas längeren Rückblick auf das Jahr 2021 geschrieben habe: Stimmt! So richtig kurz kann ich eben doch nicht…😉

Einen Wunsch habe ich noch: Dass ich meine Erfahrungen dieses Jahres 2021 mit Dir teilen kann, wenn Du es brauchst. Und dass ich auch im Jahr 2022 mit meinem offenen Herzen an Deiner Seite sein darf, wenn Du Unterstützung in einer Situation des Umbruchs brauchst.   

12 Gedanken zu „Ein kurzer Rückblick auf das Jahr 2021“

  1. Liebe Sabine, es bewegt und berührt mich immer wieder, wie du allem deine ganz eigenen Worte zukommen lässt … manchmal ist weniger mehr … zwischen deinen Zeilen schwingt es … und trotzdem LEBEN! Genau und immer wieder, egal was der Sturm des Lebens einem vor die Nase stellt. Danke von Herzen. Alles Liebe dir und gute Besserung!!! Umani

  2. Ach liebe Sabine, nein verklagen würde ich dich nicht, dass du mich erwähnst und ein schönes Bild von mir mit hinein genommen hast.
    Ich mag deinen Rückblick sehr und ich finde es sehr berührend, wie du dein Jahr beschreibst. Ein so großer Verlust, den muss frau auch erstmal anfangen zu verdauen. Ich wünsche dir, dass du dir die Zeit gibst, die du auch anderen gibst. Es ist immer wieder schön, dich zu lesen. Ob in Trauer oder wieder etwas mutvoller. Ich bin immer wieder berührt, auf welch schöne Art du mich mitnimmst.
    Und ich erinnere mich auch noch sehr gut, wie unendlich gut mir damals, als ich diesen Artikel schrieb, den du verlinkst hast, dein Kommentar dazu getan hat.
    Zu merken, dass ich nicht allein bin. Denn oft fühlt es sich in solchen Zuständen so an. Darf ich mich damit zeigen? Du warst eine von denen, die mir immer wieder Mut gemacht hat, mich auch damit zu zeigen, nicht ausschließlich als die Powerfrau, die ich auch bin. Und die übrigens auch du bist.
    Wie schön, sich gegenseitig sowohl berühren als auch ermutigen zu können, liebe Schwester in Geist und Herz

    1. Liebe Hilkea, blöderweise kann ich nicht malen… Deshalb stell Dir an dieser Stelle bitte ein Selbstportrait von mir vor, auf dem ich mit weit geöffneten Armen und einem Lächeln vor Deiner (virtuellen) Tür stehe. Ich freue mich sehr über Deine Zeilen – und über jeden Artikel von Dir!

      Mit geöffneten Armen und offenem Herz, Sabine

  3. Liebe Sabine, wie berührend es ist, dich noch einmal in Bilder und Texten durch das Jahr begleiten zu dürfen. Ich wünsche dir für 2022 alles Gute und, dass dein neues Projekt „Trauergefährtin“ richtig toll wird. Vielen lieben Dank für die schöne Passage und die Verlinkung, das ehrt mich sehr. Schön, mit dir in TCS verbunden zu sein. Liebe Grüße Nicole

    1. Liebe Nicole, die Freude über die Verbindung teilen wir! Und ganz sicher auch unseren Erfolg, wenn es uns 2022 gelingen wird, den Themen „Abschied, Trauer & Tod“ ihren Schrecken zu nehmen.

      Ich muss nur meine schönen, von Dir genähten Kissen in den Arm nehmen – dann spüre ich die Verbindung.

      Herzlich, Sabine

  4. Liebe Sabine,
    so gerne lese ich deine Zeilen. Ehrlich, direkt, schonungslos ehrlich, lenkst du den Blick auf das Wesentliche. Gehst ehrlich mit dir um und schreibst über deine Emotionen. Dadurch spendest du anderen gleichzeitig Kraft und Halt. Dies ist eine Gabe und Stärke, die ich an dir erlebe. Für jetzt wünsche ich dir eine gute Heilung deines Fußes. Alles liebe für dich, von Herzen Gisela

    1. Liebe Gisela, vielen Dank für Deine Zeilen! Die guten Wünsche für den Fuß kommen an: Er hat inzwischen ein sehr schönes Blau, ist fast nicht mehr dick und auf der Schmerzskala nur noch bei 7. 😉

      Über Deine Zeilen in Deinem Blog freue ich mich auch immer sehr. Und spätestens 2022 wird es auch etwas mit unserem (Zoom-) Meeting!

      Herzliche Grüße, Sabine

  5. Pingback: Jahresrückblick 2021: Flow of Innerpreneur - ein bewegtes Jahr - Lorena Hoormann

  6. Liebe Sabine, ich bewundere Deinen Mut und Deine Kraft. Dieses in der Trauer sein und sein dürfen, und gleichzeitig im Leben stehen, das erscheint mir wie eine wunderbare Gabe, von der wir mehr in der Welt bräuchten.
    Alles Gute für Dich und danke für das, was Du mir schenkst.
    Liebe Grüße
    Frauke

    1. Liebe Frauke, vielen, vielen Dank für Deinen Kommentar hier und auch bei Insta! Du hast genau das formuliert, was ich als eines der Ziele zu sehen, die ich mit dem, was ich tue erreichen will.

      Rückmeldungen wie Deine helfen mir sehr dabei, weiter zu machen.

      Herzliche Grüße, Sabine

  7. Pingback: Zusammenfassungspost der Woche 52 - The Content Society

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