Wer bin ich?

Liebe Leserin!

Bevor ich die Frage „Wer bin ich?“ beantworte, wüsste ich gern noch etwas von Ihnen:

Was denken Sie, wenn Sie sich morgens im Spiegel sehen? Denken Sie: „Einen wunderschönen guten Morgen, meine Liebe! Was siehst du heute wieder gut aus!“ Oder „denkt es“ in Ihnen: „Buwäh! Falten, Pickel, Bad-Hair-Day – dich wasche ich nicht!“ 😉

Wachen Sie mit einer To-Do-Liste im Kopf auf, weil Ihre innere Antreiberin findet, dass Sie heute aber endlich mit einem Ihrer vielen Projekte anfangen müssen? Oder weil Sie auch heute wieder Job, Ideen, sportliche Höchstleistungen, eventuell vorhandene Kinder, Mann und Haushalt unter einen Hut bringen müssen?

Fragen Sie sich manchmal, ob Sie noch ganz richtig im Kopf sind, wenn es Ihnen wieder nicht gelingt, länger als ein paar Sekunden bei einem Gedanken zu bleiben?

Fühlen Sie sich wie ein Alien, weil Sie die Party schrecklich, die Menschen zu laut und zu parfümiert und die Gespräche zu oberflächlich finden?

Denken Sie sich mit Vierzig Plus immer noch, dass Sie alles Mögliche tun könnten, wenn Sie nur endlich wüssten, was Sie wollen?

Haben Sie auch manchmal das Gefühl, für Ihre Umgebung zu schnell zu sein?

Ich turne mich in regelmäßigen Abständen durch neue Trainingspläne, taumele halb verhungert und deswegen sehr schlecht gelaunt zwischen unterschiedlichen Ernährungskonzepten, sage mir immer wieder, dass ich so, wie ich bin, völlig in Ordnung bin – und suche trotzdem weiter wie eine Blöde nach dem allgemeingültigen Weg zu körperlicher Perfektion und absoluter Leistungsfähigkeit. Was mich zutiefst frustriert, weil ich ja nett mit mir sein will, statt albernen Schönheitsidealen und Superfrauvorbildern hinterher zu rennen.

Beruflich konnte ich mich nie entscheiden zwischen Rechnungswesen oder Personalentwicklung, Archäologie oder Kunstgeschichte, Vermögensberatung oder Taxifahren, öffentlichem Dienst oder Freiberuflerdasein. Im Privaten schwankte ich zwischen Single oder Beziehung, Hund oder Katze, Fahrrad oder Auto, Laufen oder Muskelbude. Habe mich deswegen manchmal einsam gefühlt. Alle anderen schienen ihren Weg genau zu kennen und im Gegensatz zu mir auch schnurstracks zu gehen.

Und während viele Wegbegleiterinnen Karriere, Kinder und Einfamilienhaus ihr Eigen nannten, hatte ich mit Mitte vierzig immer noch nicht das Gefühl, angekommen zu sein. Wie auch? Ich hatte ja keine Ahnung, wo ich hinwollte!

Ich lese mehrere Bücher gleichzeitig und werde von all den Themen, die mich interessieren, ganz wuschig im Kopf.

Frage mich immer wieder, warum so selten jemand meinen Gedankensprüngen folgen kann oder will.

Partys, größere Menschenansammlungen und Familienfeiern kann ich nur sternhagelvoll ertragen. Ich trinke aber keinen Alkohol… Und fühle mich zwischen all den lustigen Menschen wieder sehr … genau: einsam. Einsamer übrigens, als ich mich allein fühlen könnte.

Irgendwann sprang mich das erste Buch zu diesem Themenkreis an: „Die Berufung für Hochsensible“ von Luca Rohleder. Das habe ich verschlungen. Gleich danach fand mich „Ich denke zuviel“ von Christel Petitcollin.  So ging es weiter, und inzwischen habe ich herausgefunden, dass ca. 15% der Menschen hochsensible, mental hocheffiziente und in den unterschiedlichsten Ausprägungen hoch- oder vielbegabte Persönlichkeiten (kreative Multitalente) sind.

Nachdem ich erkannt hatte, dass ich über einige dieser Ausprägungen verfüge, konnte ich auf einmal viel besser mit meinen vermeintlichen Fehlern umgehen. Denn ich hatte keine Macken, sondern Fähigkeiten, die viel zu lange unentdeckt in mir schlummerten – und mir deshalb das Gefühl gaben, „irgendwie falsch“ zu sein.

Was hat das mit IHNEN zu tun?

Die Beschäftigung mit den Themen „Vielbegabung und Hochsensibilität“ hat nicht dazu geführt, dass ich sofort in inniger Selbstliebe entbrannt bin und fortan alles großartig fand, was ich so tue.

Aber ich bin inzwischen netter mit mir. Nehme mir Pausen, wenn ich sie brauche. Schlafe genug. Esse ordentlich, aber nicht mehr so zwanghaft. Laufe häufiger mit Spaß statt für eine persönliche Bestzeit. Außerdem habe ich mich entschlossen, neben dem Schreiben eine Arbeit zu tun, die mich erdet.

Laufen in Dänemark. Mit Sonne, Meer & Spaß.

Deswegen fahre ich sozusagen als bezahltes Hobby während der Sommersaison Eisdielenbedarf quer durch Deutschland. Das Fahren und die Schlepperei tun mir und meinem hochsensiblen Gemüt gut, und nach Feierabend muss ich über nichts nachdenken, wenn ich nicht will.

Siegerin über einen schweren Gegner!

Außerdem bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es eine Unverschämtheit dem Leben gegenüber wäre, wenn ich diese Fähigkeiten nicht nutze – unter anderem, um Sie dabei zu unterstützen, netter und entspannter mit sich zu sein und Ziele zu erreichen, die für Sie und nicht irgendjemand anderes wichtig sind. Kurz: Sie bis zu dem Moment begleiten, an dem Sie genau das Leben führen, das Sie wollen, ohne sich dauernd Gedanken darüber zu machen, ob Sie das auch dürfen.

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Letzteres ist natürlich Quatsch. Aber ernsthaft: Ich bin einige Wege gegangen, die irre anstrengend waren, habe mir dabei eine Menge Schrammen und Beulen geholt und wäre gern an Ihrer Seite, damit Ihr Weg etwas leichter begehbar und weniger steil wird. Anstrengen müssen Sie sich trotzdem – aber auch dabei kann man Spaß haben.

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