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Tod und Abschied – 5 Fragen an Veronika Stix

Interviews mit Wunderfrauen Veronika Stix Beitragsbild

Auch Veronika Stix habe ich meine 5 Fragen zu Tod und Abschied gestellt. Sie ist eine der beiden „Hexen meines Vertrauens“. 😉 Allerdings würde es ihr nicht gerecht, sie „nur“ als Hexe zu bezeichnen. Veronika ist eine dieser besonderen, wunderbaren Frauen, die mit ihrem Tun zu einer besseren Energie in dieser Welt beitragen.

Veronikas Themen sind Transformation, Veränderung, Freiheit und Selbstermächtigung. Als vielbegabtes Multitalent unterstützt sie ihre Klientinnen auf vielfältige Weise. Mir hat sie vor einigen Monaten, als ich mich in einer der schweren Phasen meiner Trauer und der damit einhergehenden Veränderungen befand, sehr geholfen.

Für das, was Veronika tut, braucht es gleichzeitig den häufigen Aufenthalt im Innen (damit meine ich nicht die geheizte Wohnung!) und ein offenes Herz. Gekrönt wird beides von ihrem Humor, der unter anderem in ihrem Artikel „Wer will schon meditieren?“ sehr schön zum Ausdruck kommt.

Veronika ist ebenfalls eine meiner Zwillingsschwestern. Irgendwie finden wir vielbegabten Frauen, die wir nach Verbindung, nach Liebe und Versöhnung suchen, uns gerade.

Neben vielem anderen sind wir uns darin einig, dass wir im Jetzt leben und die Welt der Business-Pläne, Tools und Vision-Boards zumindest im Moment nicht so recht zu uns passt. Und dass wir in einem, fünf oder zehn Jahren die gleiche oder noch mehr Freude empfinden wollen wir genau jetzt.

Denn:

Manchmal braucht man den Umweg über die Vision – und manchmal ist man eh schon da.

Veronika Stix
Veronika Stix sitzt mit geöffneten Händen vor einem herbstlich gefärbten Baum und lächelt. Tod und Abschied gehören auch für sie zum Leben.

1. Was bedeutet Tod für Dich?

„… und der Tod ist nur wie eine Tür, wir wechseln nur das Kleid.“ – Das ist eine Zeile aus dem Lied „Weißt du, wer ich war“ von Juliane Werding. Und „Long Live Death“ aus dem gleichnamigen Song von Mono Inc.

Diese zwei Komponenten, der Tod als Übergang, als ultimative Transformation und als die Kraft, vor der schlicht und einfach alle Menschen, Krankheiten und Schmerzen gleich sind, zeigen für mich eine ganz gute Bandbreite des Todes.

Der Tod ist für mich eine unbändige Kraft. Dass er heutzutage im wahrsten Sinne „tot“geschwiegen wird, schwächt uns als Gemeinschaft. Ich kenne so viele Menschen, die in ihrer Trauer auch neue Klarheit gefunden haben. Sich selbst näher kamen. Dinge loslassen konnten, die ihr Leben nicht (mehr) bereicherten. Einfach weil sie mit der Endlichkeit und dem Werden, Sein und Vergehen konfrontiert wurden. Und ich glaube, dass es Trauergefährt:innen wie dich braucht, um in dieser massiven Welle an Emotionen nicht zu ertrinken sondern sich tragen lassen zu können.

Soweit zur allgemein-philosophischen Betrachtung meinerseits. Mir ganz persönlich zeigt der Tod von nahestehenden Wesen auf, wie weit ich in der Bearbeitung von Verlustängsten inzwischen gekommen bin. Ich habe früh gelernt, mich eher zu verschließen, als Lebewesen so nah in mein Herz zu lassen, dass es zu sehr schmerzt, wenn sie wieder gehen müssen. Das drehe ich seit einigen Jahren um. Und hab sicher noch ein bisschen was vor mir.

Alles in allem regt mich der Tod an, über das Leben nachzudenken. Wenn das keine Kraft ist, die uns unterstützen kann, weiß ich auch nicht.

2. Fühlst Du/hast Du Kontakt zu Deinen Liebsten, die bereits gegangen sind? Wenn ja: Wie nimmst Du sie wahr?

Um ehrlich zu sein, gestorben ist von meinen Liebsten außer meiner Mutter noch niemand. Meine Großväter hab ich nicht gekannt und bei meinen Großmüttern war ich entweder zu klein oder schon zu abgeschottet.

Meine Mama ist seit 2013 tot – und ich hab manchmal Momente, wo ich mir denke „das hätte ihr gefallen“ oder „ah, jetzt versteh ich, was sie meinte“. In meinem Verständnis ist auch sie inzwischen weitergegangen.

In schamanischen Reisen habe ich das Konzept des „Ahnendorfs“ kennengelernt. Hier versammeln sich die Seelen jener, die nicht wiedergeboren werden wollten. Und man kann zu Besuch kommen wie … na wie eben in ein Dorf. Meines hat einen bunt bemalten Brunnen im Zentrum, um den herum sich alle Anwesenden versammeln, um zu feiern und sich auszutauschen.

3. Wie gehst Du mir dem Gedanken an Deine eigene Endlichkeit um?

Achtung: Triggerwarnung.

Der Gedanke an meinen Tod war sehr lange das Einzige, was mich am Leben gehalten hat. Denn ich wusste: Es gibt immer einen Ausweg – und dadurch habe ich immer Entscheidungsfreiheit. Es mag eigenartig klingen, aber der Moment, als ich mich tatsächlich fast für den Tod entschieden habe, hat in Gang gesetzt, was mich hierher zu diesem Moment brachte: Die Reise aus meiner Depression und das unermüdliche Lernen über die menschliche Psyche, Seele und Magie.

Ich wollte noch nie unsterblich sein, doch ich freue mich auch nicht mehr auf den Tod. Er ist. Meine Endlichkeit in dieser Inkarnation ist. That´s it.

4. Wenn Du eines Tages gehst: Möchtest Du der Welt etwas hinterlassen? Wenn ja: Wie möchtest Du gern in Erinnerung bleiben?

Ich als Person, also dass man meinen Namen kennt, nicht wirklich. Aber ich hoffe, dass mein Sein und Wirken dazu beiträgt, mehr Licht in diese Welt zu bringen. Menschen dazu zu inspirieren, mehr sie selbst zu sein. Und damit auch Raum zu schaffen für die faszinierende Vielfalt unserer Spezies. Verständnis, Akzeptanz und Respekt vor- und füreinander fangen für mich immer bei uns selbst an. Je mehr unserer Ängste und Mangelempfindungen wir auflösen können, umso freier wird die Welt für uns alle. Ja, daran hätte ich gern noch mehr Anteil.

5. Was glaubst Du, wohin Du gehen wirst?

Ich habe keine Ahnung – und ich bin unglaublich gespannt darauf. Ob die Bilder, die ich bei Rückführungen und Seelenreisen sehe, dem entsprechen? Ob es ganz anders ist? Ob ich überhaupt so bei Bewusstsein bin, dass ich diese Fragen und Vorstellungen dann noch weiß? Immerhin glaub ich ja, dass wir bei der Geburt das meiste über die Zwischenwelt und unsere Vorleben vergessen. Vielleicht ist es im Tod genauso.

Es wird auf jeden Fall ein Abenteuer 🙂

Interviews mit Wunderfrauen Veronika
Das Foto zu Veronikas Artikel „Wer will schon meditieren?“ – und gleichzeitig sehr symbolisch dafür, wie ich sie erlebe: Bunt, vielseitig, wundervoll.

Liebe Veronika, vielen Dank für die schönen Gespräche!

… denn wir haben uns nicht nur über Tod und Abschied unterhalten, sondern auch sehr viel über unsere Haustiere (Veronika gehört ihrem Kater Shadow, ich bin bei Frollein Frieda angestellt 😉 ) gesprochen. Und eben über das Leben im Jetzt. Was auch ein Stück weit damit zusammenhängt, wie wir über die Vergänglichkeit denken und mit unseren Tieren umgehen. Die schieben uns nämlich ins Jetzt. Und das ist gut so.

Du kennst das bestimmt: Es tut unglaublich gut, sich verstanden, gesehen zu fühlen. Es ist gerade in dieser Zeit so schön und wohltuend zu wissen: Da sind auch andere Menschen, die Dir und dem ganzen Leben mit einem offenen Herzen begegnen.

Veronika ist so ein Mensch. Und wenn Du Dein eigenes inneres Strahlen (wieder-) entdecken willst, solltest Du Dich mit ihr verabreden. Ich weiß, wovon ich schreibe!


… und trotzdem leben!

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Auch wenn Du es Dir im Moment noch nicht vorstellen kannst – es wird gute Zeiten geben.

Bis dahin bin ich gern an Deiner Seite.

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Sabine Scholze hält einen Laptop im Arm und lächelt.

2 Gedanken zu „Tod und Abschied – 5 Fragen an Veronika Stix“

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