Interviews mit Wunderfrauen: Barbara-Mira Jakob

Beitragsbild Barbara Mira

Barbara-Mira Jakob: Ungezähmt schlägt mein wildes Herz

An diesem Wochenende hatte ich die Freude und die Ehre (ja, genauso fühlt es sich an), ein Interview mit meiner Bloggerkollegin Barbara-Mira Jakob zu führen.

Zur Vorbereitung erstellte ich einen Fragenkatalog der nicht ganz allgemeinen Art: Warum bloggst Du? Was brauchst Du, um in Deiner Kraft zu sein? Welches Tier wärest Du gern? Die mächtige Zauberin schenkt Dir drei Wünsche – was antwortest Du?

Aber dann wandte sich der Teil unseres Gespräches, in dem es um mich ging, dem Thema „Trauer“ zu. Und ich habe mich von Barbara-Mira so gesehen, angenommen und getröstet gefühlt, dass ich alle meine Fragen verworfen und sie darum gebeten habe, unser Interview einen Tag später fortzuführen.

Denn trotz der Entfernung Winterthur-Witzenhausen, trotz einiger technischer Schwierigkeiten, die mich dazu zwangen, unser erstes Gespräch mit dem Smartphone zu führen, hatte ich das Gefühl, bei einem wunderbaren, feinfühligen und zugewandten Menschen angekommen zu sein – und das hat mich irgendwie aus den Socken gehauen… 😉

Barbara-Miras Claim lautet: „Ungezähmt schlägt mein wildes Herz“. Aus ihren Antworten auf meine neuen Fragen konnte ich gut entnehmen, wie ungezähmt – und offen – dieses Herz ist.

Mit diesem ungezähmten, offenen Herzen begleitet Barbara-Mira als Mentorin.  Ihr Angebot: „Ich helfe erfolgreichen Frauen ihr inneres Feuer (wieder) zu entfachen, ihre Weisheit zu finden und diese in ihr Leben zu integrieren. Statt innerer Leere, Erschöpfung oder Angetriebensein nimmt die Erfüllung Platz im Leben.“

Was unterscheidet die Mentorin vom Coach? Ein Coach stellt „nur“ Fragen, Barbara-Mira berät auch und erzählt von ihren eigenen Erfahrungen. Dabei steht sie immer an der Seite ihrer Klientinnen, denn sie geht davon aus, dass jeder Mensch die Lösungen für Probleme und Herausforderungen bereits in sich trägt.

Dass sie diese ihre Herzensangelegenheit lebt, konnte ich bei jedem ihrer Worte spüren.

Hier unser Interview zum Thema „Tod, Trauer, Endlichkeit“:

Interview mit Barbara-Mira JakobMeine Interviewpartnerin Barbara-Mira Jakob

1. Was bedeutet Tod für Dich?

Der Tod bedeutet für mich einen Übergang in die Unendlichkeit, in die Liebe, und er bedeutet Freiheit von der Dualität.

Mein Lebensweg geht schon über 50 Jahre in diese Richtung, und er bewegt sich vom Denken ins Fühlen. Es war eine innere Suche danach, wer ich bin. Gefunden habe ich die Unendlichkeit, ein Eingebundensein in die Liebe und eine große Verbundenheit mit dem Leben.

Aber obwohl der Tod für mich nichts Beängstigendes hat, halte ich den Schmerz der Trauer, wenn eine geliebte Person gegangen ist, für eine Gnade. Denn Schmerz gehört ebenso zu unserem Leben wie Glück und Erfüllung.

 

2. Fühlst Du/hast Du Kontakt zu Deinen Liebsten, die bereits gegangen sind?

Bei den Aborigines gibt es die Vorstellung von der Traumzeit. Sie ist vergleichbar mit der Schöpfung und beinhaltet alles, was daraus entstanden ist: Die Natur, Steine, Pflanzen, aber auch unsere Ahnen und Ahninnen, die uns immer umgeben.

Das Symbol für die Traumzeit ist die Regenbogenschlange; eine ihrer vielen Aufgaben besteht darin, die Verbindung zwischen Himmel und Erde herzustellen

 

3. Wenn ja: Wie nimmst Du sie wahr?

Sie sind in meinen Gedanken, in Träumen, in meinem Herzen und in der Natur.

 

4. Wie gehst Du mit dem Gedanken an Deine eigene Endlichkeit um?

Das fällt mir nicht besonders schwer, ich habe so viele Abschiede in meinem Leben erlebt. Trotz der Ungewissheit freue ich mich in die Liebe/Unendlichkeit zurückkehren zu dürfen.

Wenn Du eines Tages gehst: Was möchtest Du der Welt hinterlassen?

Ich möchte gehen, ohne Spuren zu hinterlassen. Ich bin als „1“ in diese Welt gekommen, und ich möchte als „0“ gehen, nachdem ich dieses Leben in Fülle gelebt und alle Gefühle, auch Schmerzen, gespürt habe, die es zu fühlen gab.

 

Was glaubst Du, wohin Du gehen wirst?

Nach Hause 🙂

Anmerkung der Interviewerin: Was für eine wunderbare, tröstliche Vorstellung!


Barbara-Miras Schlusswort ist ein Zitat von Khalil Gibran:

„Als ich meine Seele fragte, was die Ewigkeit mit den Wünschen macht, die wir sammelten, da erwiderte sie: Ich bin die Ewigkeit! “

4 Gedanken zu „Interviews mit Wunderfrauen: Barbara-Mira Jakob“

    1. Danke, liebe Umani! Es waren wirklich zwei wunderschöne Gespräche mit Barbara-Mira – und sie haben mir sehr viel Lust auf mehr davon gemacht. Wir von der Bloggerinnen-Gäng haben so viel Gutes zu teilen!

  1. Pingback: Kein Abschied ist end-gültig –

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