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"Weltfrauschaft" - wie klingt das für Sie?

Befremdlich, oder?

Vor vielen, vielen Jahren habe ich ein wunderbares Buch gelesen: "Die Töchter Egalias" von Gerd Brantenberg. In dieser Geschichte geht es um ein fiktives Land, in dem die Frauen das Sagen haben und Männer das untergeordnete Geschlecht sind. Da wird nicht geherrscht, sondern gefrauscht, die Kinder bekommen automatisch den Namen der Mutter, und die Männer sind für Haushalt und Kindererziehung zuständig.

Bin ich eine Emanze?


Ich musste mich beim erstmaligen Lesen auch daran gewöhnen. Aber dann fand ich die Idee sehr attraktiv, und viele der Wörter haben Einzug in meinen Sprachschatz gehalten.

Und ja, ich war und bin eine Emanze!

Neuerdings bezeichne ich mich allerdings gern als "Emanzone". Das verbindet Emanze und Amazone auf eine wunderbare Weise miteinander, finde ich.

Diese Wortkreation stammt nicht von mir, sondern von Judith Peters. Bei der lerne ich gerade, dass Bloggen weiblich und persönlich sein darf. Dass ich nicht auf Teufelkommraus meine Texte auf "Verkauf" trimmen muss, sondern mir erlauben kann, vor allem über das zu schreiben, was mir am Herzen liegt.

Deswegen mache ich jetzt bei einem Online-Seminar mit, an dem nur Frauen teilnehmen. Wir geben uns gegenseitig Rückmeldung, bestärken uns in dem, was wir tun, vernetzen uns - zurzeit natürlich "nur" virtuell.

In kürzester Zeit habe ich Therapeutinnen, Fotografinnen, Malerinnen, Beraterinnen, Möbelumstellerinnen, Autorinnen... kennengelernt. Wir alle haben das Ziel, uns sichtbar zu machen "da draußen" in der Welt. Und uns dabei gegenseitig zu unterstützen.

Klingt das immer noch seltsam in Ihren Ohren?

Ich finde, dass es piepegal ist, ob wir es Herr- oder Frauschaft nennen. Denn darum geht es nicht. Es geht darum, dass wir zusammenhalten. Dass wir unsere Weiblichkeit und die unseres Gegenübers wahrnehmen und wertschätzen. Dass wir uns gegenseitig unterstützen.

Es geht darum, dass wir der Welt unsere weibliche Sicht der Dinge schenken. Denn das braucht sie ganz dringend, diese Welt. Von "Weiter so!" wird sie nicht genesen.

Was hat das mit der Schweinehundeschule zu tun?


Vor einigen Jahren habe ich im Rahmen einer Frauenfortbildungsreihe das Seminar "Die Schweinehundeschule" ins Leben gerufen. Mehr darüber können Sie hier lesen:
Irgendwie ergab es sich, dass sich die Teilnehmerinnen auch nach dem Ende noch weiter getroffen haben. Manchmal war ich dabei. Aber ich habe die Treffen nicht mehr angeleitet. Das haben wir reihum übernommen - oder uns auch einmal ganz "unangeleitet" ausgetauscht.

So konnten sehr viele unterschiedliche Fähigkeiten geteilt werden. Und der alte Spruch "Geteilte Freude ist doppelte Freude" wurde um "Geteiltes Wissen ist doppeltes Wissen" ergänzt.
Das Bild zeigt ein selbstgezeichnetes Gesicht, bestehend aus einer Schweineschnauze, Hundeohren und einer Rute. Es soll den inneren Schweinehund darstellen.
Zurzeit wäre ein solches Zusammentreffen schwer denkbar. Ich möchte die Frauen, die da mit mir zusammen arbeiten, denken und planen, im Ganzen sehen, sie umarmen, nahe bei ihnen sitzen und ab und zu vielleicht einen Arm oder eine Schulter berühren dürfen.

Was wir heute schon tun können:


Wir können uns vernetzen. Zum Beispiel in den sozialen Medien.

Die wir mit unserer weiblichen Sicht der Dinge ein Stück von "Mimimi!", Hatespeech und Polemik befreien und zur Lösungsorientierung beitragen können. Denn diese Fähigkeit haben wir.

Wir sind Frauen!
Sabine Scholze am Steuer eines Bootes, im Hintergrund Wiese und ein Hausdach.
Verändern wir die Welt!

Warum? Weil sie Veränderung braucht!

Und machen wir es uns schön! Sofort! ;-)

Herzlichst Ihre

Sabine Scholze

Netzwerken wir doch gleich zusammen los! Hier:

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