Ertrinken_20210402
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Ich wäre fast ertrunken!


Es geschah während eines Urlaubs auf Lanzarote. Ich fand einen Strand mit schwarzem Sand, schwer erreichbar, ­­wunderschön anzusehen. Weiße Gischt auf schwarzem, glitzernden Untergrund…

Im Reiseführer wurde allerdings vor dem Baden gewarnt. Die Strömung sei lebensgefährlich.

„Ach, Blödsinn!“ dachte ich mir. „Ich bin eine sehr gute Schwimmerin. Da wird schon nichts passieren.“

Weit gefehlt.

Das Wasser stand mir gerade bis zum Bauch, als eine Welle heranraste, mich oben umwarf und mir unten die Füße wegriss. Ich wurde gewirbelt und gekreiselt, schluckte Wasser und verlor die Orientierung.

Natürlich geriet ich in Panik!

Ich strampelte und kämpfte, riss die Augen auf, um zu sehen, wo oben und unten war, doch ich hatte keine Chance gegen die Macht des Wassers.

Ich dachte tatsächlich, mein letztes Stündlein hätte geschlagen.

Ich gab auf.


Ich hörte einfach auf, mich zu gegen das Wasser zu wehren.

Und tat damit instinktiv genau das Richtige.

Ich ließ mich vom Sog des Wassers mitnehmen. Und konnte nach kurzer Zeit seitlich aus der Welle herausschwimmen.

Da war das Ufer! Nicht ganz nah, aber auch nicht kilometerweit weg, wie ich befürchtet hatte.

Nach einer Zeit, die mir sehr, sehr lang vorkam, stieg ich keuchend und schnaufend, mit ein paar Beulen und Schrammen, aber lebendig wieder aus dem Wasser.
Lanzarote_20210402

Aus diesem Erlebnis habe ich 6 Dinge gelernt:

  1. Glaube, was im Reiseführer und auf Warnschildern steht. ;-)
  2. Auch wenn Du sicher bist, in einer Sache so richtig gut zu sein, wird es jemanden oder etwas geben, dass Dir Deine Grenzen aufzeigt. In meinem Fall war es der Atlantik.
  3. Kämpfen führt nicht zwingend zu einem Erfolg.
  4. Manchmal muss man (ein Vorhaben) aufgeben, um einen neuen Weg erkennen zu können.
  5. Wenn Du herausfinden willst, wo Du Dich gerade befindest, hör auf, herumzurennen bzw. zu schwimmen und verhalte Dich ruhig.
  6. Gib Dich den Kräften des Lebens hin; es wird Dich an ein Ufer führen.
Steine am Meer
Fußspuren am Meer
Fußspuren am Meer

Frieden in mir statt Kampf gegen das Außen

Warum ich Ihnen das heute schreibe? Weil viele von uns gerade sehr im Unfrieden mit der aktuellen Situation sind.
Weil wir glauben, gegen irgendetwas kämpfen zu müssen.

Wir können aber nicht gegen etwas kämpfen, auf dessen Verlauf wir keinen Einfluss haben. Das wäre wie ein Kampf gegen Windmühlenflügel – oder gegen eine heranbrandende Welle.

Aber während wir herumgewirbelt werden, können wir versuchen, uns zu beruhigen. Und dann nach einem (Aus-) Weg schauen.

Vielleicht finden wir diesen Weg nicht im Außen – und schon gar nicht, während wir kämpfen.

Für manche Wege müssen wir nach innen schauen.


Ich tue das seit einiger Zeit immer wieder, und es bekommt mir sehr gut. Natürlich funktioniert es nicht ununterbrochen und nicht in jeder Situation. Aber zumindest merke ich schneller, wenn ich wieder ins Strampeln komme.

Einige dieser Erfahrungen möchte ich gern mit Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, teilen.

In meinem Buch, an dem ich gerade schreibe – und an dem Sie mitwirken können.

Welches sind Ihre Lebenswellen? Was rollt von Zeit zu Zeit über Ihren Kopf hinweg? Wie gehen Sie damit um? Was wünschen Sie sich, wenn diese riesige Welle heranstürmt?
Ich bin gespannt und freue mich auf Ihre Fragen, Anregungen, Ideen. All diejenigen, die sich auf diese Weise in meinem Buch „verewigen“, erhalten als Dankeschön ein Exemplar geschenkt.

Aber damit es fertig wird, muss ich jetzt weiterschreiben.
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Ich wünsche Ihnen wundervolle Ostertage, und

machen Sie es sich schön! Sofort! ;-)

Herzlichst Ihre

Sabine Scholze
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