8 Schritte, um Deinen inneren Schweinehund besser kennenzulernen

Beitragsbild Anleitung Schweinehund 1

„Der Schweinehund muss weg! Überall ist er im Weg! Dieser verdammte Mistkerl! Diesmal gewinne ich den Kampf!“

Stopp! Lass das!

Lerne den inneren Schweinehund lieber kennen statt ihn zu beschimpfen.

Denn das kleine Kerlchen möchte von Dir gesehen werden, und er will Dir nichts Böses. Vertrau mir! Ich kenne mich mit inneren Anteilen aus.

Oder hast Du gerade meine 5 Tipps für erfolgreiche Verhandlungen mit Deinem inneren Schweinehund gelesen? Und willst am liebsten sofort loslegen?

Auch das wäre keine gute Idee.

Denn bevor wir Verhandlungen aufnehmen, sollten wir unser Gegenüber erst einmal kennenlernen. Schließlich brauchen wir eine funktionierende Verhandlungsstrategie, um erfolgreich zu sein. Und je mehr wir in Erfahrung bringen können, desto besser.

Falls Dein Schweinehund jetzt leise knurrt, dass Du doch keine 8 Schritte brauchst, weil Ihr doch schon so lange die besten Freunde seid – knuddel ihn und mach trotzdem weiter.

Allerdings hat er in einem Punkt Recht: Bei Euch beiden ist das Kennenlernen wirklich gar nicht so schwer. Schließlich hast Du ihn immer dabei und kannst ihn bei seinem Tun beobachten. Du musst also nicht googeln, recherchieren oder sogar spionieren.

Ein dösender Hund liegt in der Sonne. Er repräsentiert Deinen inneren Schweinehund, den es in den genannten 8 Schritten kennenzulernen gilt.
Mein herzlicher Dank gilt Frollein Frieda, die sich häufig und fast freiwillig als Schweinehundemodell zur Verfügung legt. 😉

Hier ist meine Anleitung für die erste Verhandlungsetappe:

Komm mit diesen 8 Schritten Deinem inneren Schweinehund auf die Spur

  1. Nimm Dir ein bis zwei „ganz normale“ Wochen mit einem „ganz normalen“ Alltag. Lege am besten in Deinem Kalender fest, in welchem Zeitraum Du Deinen inneren Schweinehund beobachten willst.
  2. Wenn Du Papier und Stift magst, platziere am besten an allen Stellen, die Du häufig im Blick hast, jeweils einen Zettel und einen Stift. Wenn Du eher das „digitale Modell“ bist, lade Dir eine möglichst einfach handhabbare Notizen-App herunter, nutze Deinen Kalender oder eine App für Sprachaufzeichnungen (ein altmodisches Diktiergerät ist auch völlig in Ordnung).
  3. Du machst regelmäßig To-Do-Listen? Behalte das unbedingt bei. Du hast „so ungefähr“ im Kopf, was Du während des Tages erledigen willst? Auch gut. Egal, wie Du Dich üblicherweise organisierst: Du musst nichts ändern.
  4. Jetzt kommt es auf Deine Aufmerksamkeit an: Immer, wenn Du irgendeinen Widerstand bei einem Vorhaben spürst, schreibst Du das auf. Willst Du an einem Tag z.B. in der Mittagspause spazierengehen, hast aber „auf einmal“ viel zuviel zu tun, schreibst Du das auf. Keine Bewertung, kein Mimimi, kein „Ich hätte aber gesollt…“! Einfach nur: „Geplant war ein Spaziergang. Den habe ich nicht gemacht.“ Das reicht. Oder Du hast Dir vorgenommen, heute Abend keine Süßigkeiten zu essen, sitzt dann aber doch mit einer Tafel Schokolade auf der Couch. Schreib auf: „Ich habe mir vorgenommen, nicht zu naschen, aber trotzdem eine Tafel Schokolade gegessen.“ Schreib wirklich alles auf, bei dem Du entweder einen inneren Widerstand spürst, ein geplantes Vorhaben nicht durchführst oder etwas schon länger Geplantes vor Dir her schiebst. Es ist dabei völlig egal, ob es sich um ein für Dich sehr wichtiges und/oder konfliktträchtiges Thema handelt (z.B. eine Aussprache mit Deiner Freundin, die Steuererklärung) oder etwas ganz Alltägliches (z.B. Blumen nicht gegossen, E-Mails nicht beantwortet).
  5. Es kann passieren, dass Dein innerer Schweinehund schon an diesem Punkt anfängt zu tricksen und Dir irgendwelche Gründe einflüstert, warum Dein Vorhaben, über seine Tätigkeiten ein Protokoll zu schreiben, völlige Zeitverschwendung ist. Schreib auch das auf!
  6. Nimm jeden Tag ein neues, unbeschriebenes Blatt Papier / eine neue Seite in Deiner Notiz-App / mach eine neue Sprachaufzeichnung.
  7. Am Ende der Woche bzw. der zwei Wochen hast Du einen ersten Überblick über die Tätigkeitsbereiche Deines inneren Schweinehundes.
  8. Wenn Du Dir einen Bienchenstempel verdienen willst, kannst Du in einem nächsten Schritt eine Liste mit allen Tätigkeiten erstellen, von denen Dein Schweinehund Dich abgehalten hat. Dieser Punkt steht mit Absicht an letzter Stelle! Denn Dein Schweinehund wird Dir möglicherweise auch ganz am Anfang sagen, dass Du Dir diese doofe Beobachterei und Aufschreiberei schenken kannst, weil Du das alles schon weißt. Lass ihn reden, streichele ihm freundlich über das Köpfchen und sage ihm, dass Du es trotzdem genauso machen wirst wie in meiner Anleitung. Wir (Du und ich) haben uns schließlich etwas dabei gedacht, oder? 😉

Im nächsten Schritt finden wir gemeinsam heraus, welches die wichtigsten Tätigkeitsbereiche Deines inneren Schweinehundes sind. Hast Du Fragen? Anregungen? Möchte Dein innerer Schweinehund auch einmal etwas bellen? Dann nichts wie einen Kommentar geschrieben – gleich unter diesem Artikel!

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