15 Monate Corona-Lockdown – gibt es noch Hoffnung?

Corona oder nicht: Ich glaube daran, dass wir auf dem Weg in eine bessere Welt sind.

Und ich glaube daran, dass jede das Recht hat, diesen Weg auf ihre ganz individuelle Weise zu gehen.

Wir dürfen so sein, wie wir wollen! Diesen Satz präge Dir bitte ein, liebe Leserin! Denn auch Putzig-, Schrullig-, Absonderlich-, Seltsam- und andere Keiten sind ein Zeichen dafür, dass jemand besonders ist und sich nicht allzu sehr darum schert, was andere von ihr denken.

Das wiederum ist eine sehr wichtige innere Errungenschaft.

Foto einer Postkarte mit dem folgenden Text: DER MOMENT, IN DEM DU AUFHÖRST, 
dir Gedanken darüber zu machen, was andere von dir halten,
UND DU ANFÄNGST, SO ZU LEBEN, WIE DU MÖCHTEST, 
ist der Moment, in dem du
ENDLICH FREI BIST!
Der Text auf dieser Karte sagt alles, was wir über unser Leben wissen müssen. Finde ich jedenfalls.

Lockdown und Corona sind inzwischen alte Bekannte – aber was ist „putzig“?

Bevor wir uns über die unter anderem lockdown-bedingten Folgen für unser Verhalten und unsere psychische Gesundheit Gedanken machen, möchte ich abgleichen, woran ich bei dem Wort „putzig“ denke und was es eigentlich bedeutet. Wir wollen ja dasselbe denken, während ich schreibe und Du liest!

Mein „putzig“ heißt soviel wie: Schrullig, im besten Sinne des Wortes eigen(artig), in sich zuhause, nicht zwanghaft der Norm entsprechend, humorvoll – eben anders als die viel beschworene Mehrheit.

Wiktionary erklärt „putzig“ wie folgt:   Bedeutungen: [1] Entzücken auslösend [2] Belustigung hervorrufend

Herkunft: Abgeleitet vom niederdeutschen Substantiv Butz („Kobold“). Mit der Endung -ig wäre also „koboldhaft“ gemeint. Das Wort ist seit dem 18. Jahrhundert belegt.

Bei Twitter gibt es sogar einen Hashtag dazu: #putzig!     

Wo befindest Du Dich auf dem Weg zum coronaren Putzigsein?

Hier sind 10 Anzeichen dafür, dass Du Dich „irgendwie verändert“ hast:

10. Du redest viel mit Dir selbst und bist irritiert, wenn jemand fragt: „Wie bitte?“ Denn Dein Selbstgespräch war so anregend, dass Du die andere Person gar nicht wahrgenommen hast.
 
9. Weil Dir Harmonie auch optisch wichtig ist, sortierst Du Deine Wäscheklammern nicht nur nach Farben, sondern auch nach Formen.
 
8. Du hast Fernseher und Radio entsorgt, schaust in den sozialen Medien bevorzugt Tier- und Landschaftsfilme, und die letzte Zeitung, die Du gelesen hast, hat über Trumps Wahl zum US-Präsidenten berichtet.

7. Du vergisst immer häufiger, sich zu waschen oder zu frisieren, weil Sie nach Ihrer Morgenmeditation direkt mit dem Schreiben neuer Geschichten weitergemacht haben.

6. Du nimmst immer noch alle Menschen in den Arm, die Du gern magst.

Eine Frau steht vor einem Bücherregal und küsst einen Laptop, den Sie zärtlich im Arm hält. Dieses Foto illustriert, dass die Menschen wegen Corona die Berührung scheuen.
Digitales Küssen ist nicht Ihr Ding – Corona hin oder her.

5. Du verlässt einen Small Talk, weil Dir gerade ein sehr wichtiger Gedanke gekommen ist. Den Du lieber in einem echten Gespräch erörtern willst.

4. Du machst bei 34° im Schatten oder 40 Zentimeter Neuschnee einen Berglauf, weil Du endlich den Berg für Dich allein hast.

3. Du isst so heimlich Süßigkeiten, dass Du es nicht einmal selbst merkst.

2. Du bist höflich zu Deinem Gegenüber – auch, wenn es nur die Teilnehmerin einer Facebook-Diskussion ist.

1. Du hast kein Gegenüber mehr. Die meisten anderen sind inzwischen geimpft und haben erst einmal eine Kreuzfahrt oder Fernreise angetreten.

Hast Du eine Stinkwut oder glaubst Du an Entwicklung?

Okay, werden wir wieder ernst: Aus dem Musizieren vor offenem Fenster, dem Klatschen für Pflegekräfte und Hilfsangeboten für allein lebende ältere Nachbarinnen ist keine neue Art der Normalität geworden. Es wird nicht mehr geklatscht; zumindest höre oder lese ich nichts von Beifallsbekundungen (was natürlich auch mit meiner Nachrichtenabstinenz zu tun haben kann…).

Es wird ausgegrenzt, gemault, geschimpft und geklagt. Man ist entweder dafür oder dagegen; dazwischen gibt es nichts. Die zaghaften Versuche, zu einer Diskussion einzuladen, werden nicht nur in den „sozialen“ Medien niedergebrüllt, Meinungsfreiheit und Toleranz haben sich schon vor längerer Zeit verängstigt in einer dunklen Ecke verkrochen.

Alles ist einfach grauenhaft, und „die da oben“ machen nur Mist und sind zutiefst korrupt.

Und wenn ich mir selbst beim Denken zuhöre, bekomme ich manchmal Angst um mein sonniges Gemüt.

Gibt es denn gar keine Hoffnung?

Doch! Nachdem ich allen Zeitungen, Zeitschriften, Hetzern, Meinungsmachern und -nachläufern „entfolgt“ bin, bleibt eine Mut machende Anzahl von mehrheitlich weiblichen Beiträgen übrig. Hier ist die Rede von der Notwendigkeit, unseren Lebensstil zu ändern, es werden Gespräche geführt und Meinungen ausgetauscht, sie konzentrieren sich auf Gedanken, die Mut machen und den Fokus auf ein Miteinander legen.

Es gibt eine Menge Frauen, die sich entweder niemals Gewinnmaximierung, Shareholder-Value und „Verkaufen um jeden Preis“ zu- oder davon inzwischen wieder abgewendet haben. Die sich zu einer ganz eigenen Lebensweise bekennen und denen 9 to 5, der Erwerb von Rentenansprüchen oder Rechthaben um jeden Preis gleichgültig zu sein scheint.

Frauen, die ihre Entscheidungen abseits vom Streben nach Sicherheit oder dem Anhäufen von bedruckten Papierscheinchen treffen (versteh mich bitte nicht falsch! Geld ist gut und wichtig – aber als Sinn des Lebens wenig geeignet) und die in der Lage sind, auf das Große und Ganze zu schauen. Ganz unterschiedliche Frauen: Sie heißen Thea Welland, Alexa Szeli, Judith Peters, Nora Summer, Antje Bläsing, Eva & Laura Ziaja, Veronika Maria Stix, … Sie arbeiten im Tierschutz, versuchen es (erfolgreich) mit Selbstversorgung, engagieren sich für andere, beschäftigen sich mit Natur und alten Religionen, Pflanzenheilkunde, denken an Morgen und das, was sie folgenden Generationen hinterlassen wollen…

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